Vom Baum zum Garten Bonsai
Der Garten Bonsai wird in deutschen Gärten immer häufiger gesichtet. Wie aber wird nun aus einem Laub- oder Nadelbaum ein Bonsai? Viele Verbraucher gehen ja immer noch fälschlicherweise davon aus, dass es sich bei dem Bonsai um einen gestutzten Laub- oder Nadelbaum handelt.
Viele unterschätzen aber die Arbeit, die hinter der ersten Ausgestaltung von einem Gartenbonsai steckt, bis er so aussieht, wie nun einmal ein Garten Bonsai auszusehen hat. Ein markantes Merkmal ist der verdickte Stamm. Und dieser wächst an Nadel- und Laubbäumen, die zum Bonsai gemacht werden durch Zuschnitt nicht innerhalb kurzer Zeit. Oftmals bedarf es – je nach Baumart – bis zu 2 Jahrzehnten bis aus dem Nadel- oder Laubbaum ein Garten Bonsai geformt wurde. Erst dann kommen die Bonsai Bäume im Übrigen auf den Markt. Und die lange Pflege und der immer währende Zuschnitt der Bonsais ist es auch, was diese Bäume letztlich im Handel so teuer macht. Hinzu kommt noch der Transport von Japan her. Mit dem Flugzeug werden die meisten Bonsais nicht transportiert. Die Händler auch in Deutschland machen immer wieder Werbung damit, dass der von Ihnen angebotenen Gartenbonsai nicht nur schon einen langen Lebensweg hinter sich hat, sondern auch einen langen Transportweg, nämlich den mit dem Schiff von Japan nach Europa. Denn nur die japanischen Bonsaimeister verstehen es letztlich aus Laub- und Nadelbäumen einen Gartenbonsai zu formen.
Baumarten, die für die Ausgestaltung zum Garten Bonsai häufig verwendet werden sind im Übrigen die Lärche, der Buxbaum, die Rotfichte, der Taxus, die Waldkiefer und die Mädchenkiefer. Es gibt den Garten Bonsai aber auch, der aus Ahornarten hervorgegangen ist. Ideal ist dieser im Übrigen – zum Üben – für Bonsai Anfänger.
Autor ist Tanja Wille