Teehäuser auf den Japanreisen entdecken
Das Land der aufgehenden Sonne hält für seine zahlreichen Besucher im ganzen Jahr viele Attraktionen und ein reichhaltiges Kulturangebot bereit. Besonders wer von Ikebana, Geishas und dem Kabuki-Theater fasziniert ist, sollte auch den traditionellen Teezeremonien Beachtung und Respekt entgegen bringen. Zwar kann man an diesen auf Japanreisen oft nicht teilnehmen, doch sieht man in ganz Japan den Einfluss der Tradition auf das alltägliche Leben.
Teegärten, zu denen auch immer Teehäuser gehören, finden sich seit Ende des 15. Jahrhunderts in Japan und dienen ihren Erbauern zur Findung innerer Ruhe und zur Praktizierung des „Teeweges“. Als Element traditioneller japanischer Gärten, ist ein jedes Teehaus eher schlicht und zumeist aus Holz gestaltet. Besonders in der Edo- Zeit gewannen Teehäuser und Teegärten mehr und mehr an Bedeutung, während ihr Aufbau beinahe in allen Teilen Japans gleich ist: Vor jedem Teehaus befindet sich zumeist ein Wartebereich für die Gäste, welcher wie das Teehaus selbst aus Holz oder Bambus gebaut ist. Eine äußerst niedrige Schiebetür führt in das Innere des Teehauses, welches aus zwei Räumen besteht: Zum einen aus einem Vorbereitungsraum, in welchem der Gastgeber die Teezeremonie vorbereitet und zum anderen den Raum für die Zeremonie selbst. Auch wenn man als Tourist auf Fernreisen Japan meist nicht die Möglichkeit hat, eines der vielen Teehäuser zu betreten, kann man sich das Innere gut als kleinen und spärlich eingerichteten Raum vorstellen. In der Mitte des Zimmers befindet sich oftmals eine kleine Feuergrube, in welcher das Teewasser erhitzt werden kann. Der Boden eines Teehauses ist mit Tatamimatten ausgelegt und da es keinerlei Mobiliar in den traditionellen Häusern gibt, nehmen Gäste auf den Matten Platz. In einer Ecke des Zimmers, der sogenannten „Tokonoma“- Nische, hängt zudem je nach Jahreszeit und Anlass ein Bild oder eine Schriftrolle. Durch die Fenster und Tür des Teehauses strahlt bei Sonnenschein gleichmäßig Licht, da sie allesamt mit Japanpapier beklebt sind.
Wie alle Traditionen, denen man auf Fernreisen Japan begegnet, verläuft auch die Teezeremonie nach strengen Richtlinien und wer eine solche Zeremonie abhalten möchte, sollte den „Teeweg“ verinnerlicht haben. Dieser besteht aus vier grundlegenden Elementen: Auf der einen Seite Harmonie und Respekt, beispielsweise zwischen Gastgeber und Gästen, auf der anderen Seite Reinheit und Ruhe. Wer als Tourist auf Japanreisen also einmal die Möglichkeit haben sollte, einer Teezeremonie beiwohnen zu dürfen, sollte sich höflich verhalten und möglichst den Anweisungen des Gastgebers folgen. Ein bekanntes Teehaus in Japan befindet sich in Kanazawa und trägt den Namen „Yugao-tei“.
Autor ist Steven ChillerTags: urlaub in Japan