Tarot fördert Eigenverantwortung
Als das Tarot entstand gab es nur zwei verschiedene Arten. Die einen stammten von den Zigeunern, die sich schon sehr früh mit der Kunst des Wahrsagens befassten. Die anderen stammten von Priestern, Philosophen oder Mystikern. Für die Menschen bedeutete das Tarot die Einführung in höheres Wissen. Sie versuchten mit den Tarotkarten Lösungen für ihre aktuellen Probleme zu finden. Sie spürten die spirituelle Kraft, die von diesen Karten ausging. Die Zigeuner waren nicht ganz so spirituell veranlagt und sahen eher einen praktischen Zweck in den Karten. Wichtig für alle aber war die Intuition und die Bereitschaft, die Botschaften richtig zu lesen, um daraus die gewünschten Antworten herzuleiten. Ein Tarotkartendeck besteht aus 78 Karten, deren Bilder die menschliche Seele wiederspiegeln sollen. Wer sich die Karten legen lässt, erfährt daher auch viel über sich selbst, über das, was tief im Inneren verborgen ist. Verdeckte Ängste, Wünsche, Sehnsüchte und auch Fähigkeiten werden durch die Karten aufgezeigt und geben für viele Manschen den Anstoß, daran zu arbeiten. Wahrscheinlich gab es schon längst fällige Änderungen oder unbewältigte Konflikte, die ein Mensch schon jahrelang mit sich herum getragen hat. Durch das Tarot wird dem Menschen der Spiegel vorgehalten und er findet vielleicht endlich den Mut, lange verdrängte Probleme zu be- und verarbeiten. Dabei sollte man aber immer daran denken, dass das Tarot lediglich als Ratgeber und Hilfestellung dienen kann und den Menschen dann richtige Antworten und Hinweise liefert, wenn sie dazu bereit sind. Das Tarot nimmt keineswegs Entscheidungen ab, sondern motiviert viel mehr jeden Einzelnen zur Eigenverantwortung.
Autor ist Swen Maurer