Streitigkeiten am Gartenzaun belasten unsere Gerichte
Ein einfacher, oft auch noch recht belangloser Streit unter Nachbarn am Gartenzaun endet nicht gerade selten vor Gericht. Hat ein Nachbar auch noch eine Rechtschutzversicherung, so fällt der Gang zum Gericht sehr leicht, da ja meist keine Kosten anfallen.
Aber all diese kleinen Streitigkeiten am Zaun verstopfen unsere Gerichte. Statt sich um wichtige Urteile zu kümmern, bzw. Urteile zu fällen, müssen sich die Richter immer mehr um Kleinigkeiten am Gartenzaun kümmern. Hier steht dann zur Debatte, wer macht die Blätter weg die dem Baum des Nachbarn gehören, aber doch böser weise auf der eigenen Gartenseite gelandet sind. Oder darf Nachbar A die Äste vom Baum des Nachbarn B abschneiden, da diese ja im eigenen Garten hängen und dann auch noch womöglich die Sonne behindern. Man glaubt gar nicht wie viele Gerichte sich mit den Grillabenden der Nachbarn beschäftigen. Ist der Rauch etwa auf das Nachbargrundstück geflogen, hat der Nachbar nicht diesen Monat schon einmal gegrillt? Dabei wäre es doch das einfachste gerade den Grillstreit über den Gartenzaun zu vermeiden. Nachbarn einladen, Nachbarn mit feiern lassen und keiner hat was zu meckern.
Sehr oft ist auch Kinderlärm der Auslöser eines Streites am Zaun. Dürfen Kinder immer im Garten sein, dürfen die Kinder dabei auch noch laut sein und toben? Müssen Kinder das Ruhe Bedürfnis des Nachbarn berücksichtigen? All das sind Streitigkeiten, womit sich die Richter an unseren Gerichten beschäftigen müssen. Und all die schweren Verbrechen werde dann oft wegen eines Formfehlers oder einer zulangen und nicht zu akzeptierenden Wartezeit nicht mehr berücksichtigt.
Autor ist Tanja WilleTags: Gartenzaun, Zaun