Rider Waite Tarot

Woher das Tarot eigentlich stammt, ist noch immer ein Rätsel. Manche Forscher sind der Meinung, dass die Zigeuner das Tarot erfunden haben, weil diese sich schon sehr früh mit der Kunst des Wahrsagens beschäftigt haben. Andere Forscher vermuten den Ursprung entweder in Indien, Ägypten, Babylon oder Palästina. Das Tarot besteht aus insgesamt 78 Karten, den 22 Großen Arkana und den 56 Kleinen Arkana. Die Bilder der Großen Arkana werden auch als Karten der Weisheit bezeichnet, weil man mit ihnen die Deutungen macht. Die Großen Arkana haben je ein Einzelbild und eine Nummer. Die Kleinen Arkana sind in die Elemente Wasser, Feuer, Luft und Erde unterteilt und tragen verschiedene Farben sowie die Symbole Schwerter, Kelche, Münzen und Stäbe. Tarotkarten werden schon lange als Ratgeber geschätzt und haben neben der Astrologie einen hohen Stellenwert in der Esoterik. Es gibt sehr viele verschiedene Kartendecks im Tarot und entsprechend viele Legesysteme. Ein spezielles Tarotdeck, das Rider Waite Tarot, verdankt seinen Namen dem Mitglied eines esoterischen Ordens, Arthur Edwar Waite. Er weihte nur ausgewählte Menschen in sein Wissen ein. Dafür gründete er sogar einen eigenen Zirkel. Der Unterricht war streng und die Schüler konnten ihr Wissen durch Meditation und rituelle Übungen zusätzlich vertiefen. Mit Hilfe der Tarotkarten wurden Lösungen für aktuelle Lebenskrisen gesucht. Wer richtige Antworten wollte, musste allerdings offen sein für die Deutungen der Karten und eine gewisse Intuition besitzen. Rituale wie Kerzen oder ein schönes Tischtuch schaffen eine entspannte Atmosphäre, sind aber nicht unbedingt notwendig. Die Karten des Tarot dienen der Selbsterfahrung und der Hilfe in vielen verschiedenen Lebensbereichen.

Autor ist Swen Maurer

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