Prepaid Kreditkarten
Seit einiger Zeit gibt es neben den herkömmlichen Kreditkarten, bei denen den Kunden ein bestimmter Kreditrahmen zur Verfügung gestellt wird, auch so genannte Prepaid-Kreditkarten. Diese funktionieren ähnlich wie die Prepaid-Karten beim Handy, das heißt, man muss sie erst mit einem bestimmten Geldbetrag aufladen, bevor man mit ihnen bezahlen kann.
Prepaid-Kreditkarten haben eine Reihe von Vorteilen. Grundsätzlich erfolgt bei der Beantragung keine Anfrage bei der Schufa und das Vorhandensein einer derartigen Karte wird auch nicht der Schufa gemeldet.
Aus diesem Grunde können auch Personen, die sonst keine Chance hätten, eine Kreditkarte zu bekommen, eine Prepaid-Kreditkarte beantragen. Unter diesen Personenkreis fallen zum Beispiel Arbeitslose, Hartz-IV- und Sozialhilfeempfänger sowie alle Personen mit einem negativen Schufa-Eintrag.
Negative Schufaeinträge sind zum Beispiel Mahn- und Vollstreckungsbescheide, gekündigte Kredite, Sach- und Kontopfändungen sowie die Eidesstattliche Versicherung (früher Offenbarungseid) oder eine Privat- bzw. Regelinsolvenz.
Außerdem können auch diejenigen Personen, welche über kein oder nur ein sehr geringes bzw. unregelmäßiges Einkommen verfügen, eine Prepaid-Kreditkarte bekommen.
Da Prepaid-Kreditkarten im allgemeinen nicht überzogen werden dürfen und ein Verfügungsrahmen nur in Höhe des vorhandenen Guthabens besteht, können sie entscheidend zur Vermeidung von Ver- und Überschuldung beitragen.
Die Einsatzmöglichkeiten einer Prepaid-Kreditkarte sind ähnlich vielfältig wie die einer herkömmlichen Kreditkarte. Sie kann weltweit zum bargeldlosen Einkauf benutzt werden und es besteht auch die Möglichkeit, weltweit Bargeld an Automaten abzuheben, natürlich nur in Höhe des vorhandenen Guthabens.
Für Prepaid-Kreditkarten sind Jahresgebühren zu zahlen. Diese betragen derzeit mindestens 39 € und sind damit höher als die Gebühren für andere Kreditkarten.
Der nicht vorhandene Kreditrahmen kann sich auch nachteilig auswirken, vor allem für Personen, die über ein ausreichend hohes, regelmäßiges Einkommen verfügen und gern einmal spontan größere Anschaffungen machen.
Eine Prepaid Kreditkarte gibt es entweder als VISA- oder als Mastercard. Anbieter sind derzeit u.a. die Landesbank Berlin, die Wirecard Bank AG, die peta Fuel GmbH und die Ceopa GmbH und die Anträge werden im allgemeinen über das Internet gestellt. Wer sich für eine Prepaid-Kreditkarte interessiert, sollte sich vor der Entscheidung für ein Produkt genau mit den Konditionen der verschiedenen Anbieter vertraut machen.
Autor ist David ReisnerTags: Kreditkarten