Pekingente
Bei dem Wort wird dem einen oder anderen das Wasser im Munde zusammenlaufen. Ist sie doch ein bekanntes Gericht aus dem chinesischen Restaurant um die Ecke. Was viele aber nicht wissen: es ist eine Entenrasse, die auf bestimmte Weise gezüchtet wird. Dabei handelt es sich um eine ‘normale’ schneeweiße Hausente, wie man sie aus heimischen Gefilden kennt. Sie stammt von der Pekinger ab. Ursprünglich aus Südostasien kommend wurde sie speziell zum Verzehr gezüchtet. Sie lebt am besten auf Karpfenteichen, wo der Kreislauf zwischen Tieren und pflanzlicher Nahrung aus dem Teich sich gegenseitig fördert. Neun abenteuerlustige Pekingenten verließen 1873 ihr Heimatland und fuhren in die USA. Seit dem haben sie die westliche Welt erobert.
Vom Karpfenteich auf den Teller
Wie viele Nutztiere jedoch landet sie im Kochtopf. Sie spielt in der chinesischen Küche eine ganz wichtige Rolle. Das Rezept stammt aus der Ming-Dynastie, ist also sehr alt. Die Zubereitung ist recht aufwendig, so dass sie nur in speziellen Restaurants zu finden ist. In den letzten 2 Wochen ihres Lebens werden sie besonders reichhaltig gefüttert und dürfen sich nur wenig bewegen. Die Verarbeitung nach der Schlachtung ist langwierig, da sie nicht gleich gebraten wird, sondern nach dem Rupfen und ausnehmen mit Honig und Gewürzen eingerieben und für einige Stunden getrocknet wird. Sie wird dann hängend mehrere Stunden im Ofen gegart.
Der Konflikt
Ist sie fertig, hat die Haut eine glänzend rote Farbe und ist knusprig. Diese wird zusammengerollt mit speziellen Saucen als Vorspeise gereicht. Das Entenfleisch wird mit zahlreichen Beilagen serviert. Aus den Resten der Pekingente wird eine Suppe gekocht, die abschließend gegessen wird. Ein wahres Festessen. Doch ist es nicht eigentlich viel schöner ein Foto von einer watschelnden Entenmama mit ihren jungen Küken zu machen, als sie im Kochtopf landen zu sehen? Aber das sind zwei verschiedene Dinge…
Tags: foto, Pekingenten
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