Noni und Rotklee stehen ganz oben auf der Einkaufsliste
Wissen Sie eigentlich, was Noni ist? Nein, keine italienische Bezeichnung für eine Oma, sondern es ist die Frucht des indischen Maulbeerbaumes, die heute als Nahrungsmittelergänzung Einzug in unsere Bioläden und Mägen gehalten hat. Obwohl der Geschmack der Frucht an sich als eklig und faulig beschrieben wird, hat man ein Lagerungsverfahren ähnlich dem bei Weinen entwickelt, wodurch der Geschmack abgemildert und der Saft trinkbar wird.
Die Hersteller dieser Noni-Säfte schreiben dem Produkt eine heilende und gesundheitsfördernde Wirkung zu, so soll sie z.B. bei Diabetes, Depressionen und sogar Krebs helfen, allerdings konnte diese angebliche Wirkung bisher wissenschaftlich nicht belegt werden. Somit ist die Wirkung der Säfte nicht belegt und es wird auch explizit bei den Säften darauf hingewiesen, dass die vorgeschriebene Dosierungsmenge nicht überschritten werden sollte, um evtl. Gesundheitsschäden zu vermeiden. Mit einer Hilfer des Muskelaufbau.
Ein weiteres Produkt, das jetzt die Palette der Nahrungsmittelergänzungsprodukte erweitert hat ist der auch Rotklee genannte Wiesenklee. Rotklee wird überwiegend zur Behandlung von Wechseljahreserscheinungen verwendet, da die enthaltenen Isoflavonoide dem weiblichen Östrogen sehr ähnlich sind. Eigentlich wurde Rotklee als Futtermittel für in der Landwirtschaft eingesetzt.
Und das sind nur zwei der „neuen“ Mittelchen, die uns angeboten werden, um unsere Ernährung und unseren Gesundheitszustand zu verbessern. Sie können also sehen, dass es sich lohnt, den in den Regalen oder auch im Internet angebotenen Pillen, Kapseln und Säften auf den Grund zu gehen. Denn angeboten und versprochen wird vieles, doch es gilt zu prüfen, ob die Wirkungen wirklich auch nachgewiesen werden können und ob die angebotenen Substanzen, wie synthetische Medikamente eventuell auch, Inhaltsstoffe enthalten, die unserer Gesundheit eher abträglich sein könnten. Gesunde Ernährung und auch die Einnahme von Lebensmittelzusatzstoffen ist sicherlich eine gute Sache, aber wie auch in anderen Bereichen im Leben, kann blindes Vertrauen auch hier schädlich sein.
Georg Tramsen
Autor ist Nicola Lavacca