Wir alle wollen etwas für die Umwelt tun. Wer Wert auf ökologische Kleidung legt, tut jedoch viel mehr: Natur schützen, die eigene Gesundheit schonen und überdies zum Wohl der Allgemeinheit beitragen. Denn ökologische Mode ist oft verbunden mit Fairtrade, das die Arbeitsbedingungen der Bauern und Hersteller in Entwicklungs- und Niedriglohnländern auf ein anständiges Niveau hebt.
Bei Fairtrade Mode arbeiten die Bauern zum Beispiel beim Anbau von Baumwolle und anderen Naturfasern ohne chemische Dünger und Pestizide, außerdem wird auf vernünftige Arbeitsbedingungen geachtet, wie zum Beispiel das Tragen von Schutzkleidung und geregelte Arbeitszeiten zum Beispiel bei den Näherinnen. Desweiteren erhalten die Bauern für ihre Produkte Preise, die über dem normalen Preisniveau liegen und auch die Arbeiter und Nährinnen erhalten mehr als den landesüblichen Mindestlohn.
Viele Hersteller bieten Ökomode aus fairem Handel an: Hessnatur, Manomama, Cotton People, People Tree, Leela Cotton, Demeter und Deerberg sind die bekanntesten. Zwar ist Fairtrade-Mode etwas teurer, aber meist auch von höherer Qualität und auf längere Sicht wirtschaftlicher.
Es gibt jedoch auch preiswerte Ökomode. Die Modehäuser H&M und C&A bereichern ihr Sortiment immer mehr mit Produkten aus Bio-Baumwolle, auch Organic Cotton genannt. Zusammen mit der Better Cotton Initiative fördern H&M und C&A die Umstellung auf ökologischen Anbau von Baumwolle ohne Pestizide und synthetische Düngemittel und geringerem Wasserverbrauch. Durch den Verzicht auf Chemikalien verbessern sich automatisch die Arbeitbedingungen der Bauern, die sonst ohne Schutzkleidung den gefährlichen Stoffen ausgesetzt wären.
H&M zeichnet seine Organic Cotton Produkte mit dem Umweltzeichen der EU, der Euro-Blume, aus. Sie kosten nicht mehr als das übrige Sortiment, unterscheiden sich jedoch qualitativ deutlich von herkömmlichen Produkten. Organic Cotton verzichtet auf synthetische Beimischungen und ist super weich, bequem, antiallergisch und hautfreundlich.
Autor ist Ansgar Offermanns