Karaoke für Surfer
Karaoke singen kann man ja bekanntlich in allen Lebenslagen. Unter der Dusche zum Radio, nachts auf der Straße zum eigenen Mp3-Player oder natürlich auch ganz klassisch in einer Karaoke Bar ins Mikrofon. Erfunden wurde Karaoke vom Japaner Daisuke Inoue, der 1971 selbst gebaute Karaoke Automaten an Bars in seiner Heimatstadt Kobe vermietete. Bald wurde das Singspiel so beliebt, dass große Firmen die Idee aufgriffen. karaoke trat seinen Siegeszug rund um die Welt an – und Daisuke Inoue ging leer aus, weil er nie dachte seine Idee wäre es wert, ein Patent auf die Erfindung von Karaoke anzumelden. Neuere Formen des Karaoke sind DVD-Spiele, bei denen man auch ein mitgeliefertes Mikrofon hat oder auch Abwandlungen wie Instrumenten Karaoke. Dabei spielt man zum Beispiel Gitarre zu einer Musik, in der die Gitarrenstimme fehlt. Ganz verrückt sind Formen wie Powerpoint Karaoke, bei denen man nicht zu fremden Liedern singt, sondern die Rede zu einer beliebigen Powerpoint Präsentation hält. Aber auch im Fernsehen hielt Karaoke schnell Einzug: Zuerst mit Formen wie der Mini-Playback-Show und später mit den vielfältigen Bandsuch-Formaten wie Deutschland sucht den Superstar wurde im TV zu fremden Instrumentaltracks geträllert. Gerade in den letzten Jahren hat Karaoke so noch mal ein deutlich gesteigertes Interesse erfahren. Die neuste Form der stetigen Entwicklung ist online Karaoke, bei dem man sich die Lieder über Portale im Internet herunterlädt, zusammen mit den klassischen Videodateien in denen der Text zeitgleich läuft. Dann kann man seine eigenen Gesangsdarbietung auch aufnehmen und als Video online stellen, was dann von der Community gesehen und kommentiert wird. Natürlich kann man sich auch selbst die unzähligen anderen Karaoke Videos ansehen.
Autor ist Andreas Mettler