Im modernen Lager

Das Lagerwesen ist ein Teilaspekt der Warenwirtschaft, und oftmals nicht der am meisten wertgeschätzte, oftmals aus einer eindimensionalen Kostenbetrachtung des Bereiches. Dabei gibt es sehr unterschiedliche Ansätze, die ein Industrieunternehmen dazu bewegen, ein Lager einzurichten. Seien es Überlegungen, die Produktionskapazitäten optimal ausnutzen zu wollen oder zu müssen, seien es Engpässe, die nur durch die Pufferung von Halb- oder Fertigteilen zu überbrücken sind, oder sei es die Notwendigkeit, beispielsweise für alte Serien Ersatzteile vorrätig zu halten und somit dem gesetzlichen Bestimmungen ebenso wie den Ansprüchen der Kunden an Warenverfügbarkeit und Servicegrad entgegen zu kommen. Und woher konkret die Überlegung und die Überzeugung auch stammen mag, ein Lager zu bewirtschaften, es lässt sich ohne eine funktionierende und für die betrieblichen Belange passende Software Warenwirtschaft nur sehr bedingt zielgerichtet umsetzen und kosteneffizient gestalten. Denn nicht nur im Lager kostet die Warenwirtschaft das Unternehmen  Liquidität und bindet Kapital, auch an den Schnittstellen im Einkauf, der Disposition und in der innerbetrieblichen Materialbereitstellung wird Kapital nicht immer wertschöpfend eingebracht und mindert damit den Geschäftserfolg. Und anders als beispielsweise eine FiBuSoftware ist die Materialwirtschaft und die Logistik in vielen Unternehmen stiefmütterlich behandelt und fristet ein Schattendasein, da das Augenmerk auf den Absatz und die Produktentwicklung gelegt wird. Dieser Fokus ist nicht per se schlecht,  blendet jedoch in vielen Unternehmen die Tatsache aus, dass F&E und Vertrieb umso mehr an Umsatz realisieren müssen, je weniger die Kosten verursachenden Bereiche aktiv gesteuert werden. Und eine adäquate IT-Unterstützung ist ein erster und wichtiger Schritt, um ein aktives Management, konkret ein Kosten- und Bestandsmanagement zu erreichen. Darauf aufbauend kann dann die Leistung der Bereiche gemessen und gewertet werden und anhand dieser statistischen Daten können Zielvorgaben und abgeleitete Maßnahmen definiert werden, die mittel- und langfristig mit dem Unternehmenszweck konform gehen und somit eine optimale Unterstützung der wertschöpfenden Bereiche bieten.

Autor ist Andreas Mettler

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