Hochbegabung- Freud oder Leid?

Wohl die meisten Eltern wünschen sich ein intelligentes Kind. Schön früh werden die Kids gefördert und stolz präsentiert was das Kind schon alles kann. So manches Mal auch ohne dessen Wollen. Man muss ja an die Zukunft denken, ein häufig zu hörender Spruch der Eltern.

Mancher übertreibt es, mancher unterlässt die notwendige Förderung und die meisten Eltern werden sich mit einem „durchschnittlichen“ Kind zufrieden geben müssen, denn in den wenigsten stecken kleine Genies, so gerne man dies auch hätte. Es lohnt ein Augenmerk auch auf die „kleinen“ Talente des geliebten Sprösslings zu verwenden.

Und manche Eltern trifft es besonders gut, Hochbegabung wird festgestellt, aber oftmals ist es bis dahin ein langer Leidensweg. Denn wer denkt, dass man Hochbegabung immer sofort feststellt, der irrt. Denn oft es leider so, dass Kinder selbst gar nicht wissen, dass sie hochbegabt sind und zunächst einmal durch soziale Inkompetenz auffallen. Hochbegabte Kinder sind oftmals weitaus sensibler, als ihre Altersgenossen und nehmen ihre Umwelt sehr viel differenzierter wahr. In der Schule, manchmal auch schon im Kindergarten, fühlen sie unterfordert und fangen an zu stören, allerdings ohne selbst zu wissen wo genau das Problem liegt. Oder sie fallen durch ihre überdurchschnittlichen Fähigkeiten auf und werden genau deswegen ausgegrenzt. Hochbegabung bedeutet aber nicht, dass jedes hochbegabte Kind alles gut kann und auf jedem Gebiet glänzt. Viel mehr ist es so, dass Kinder in manchen Bereichen besonders intelligent sind und in anderen wiederum ihre Schwächen haben.

Wer die Vermutung hat, dass sein eigenes Kind evt. hochbegabt sein könnte, findet vor allem online zahlreiche Hilfeseiten und kann sich hier gut mit anderen Eltern austauschen und den weiteren Weg erklären lassen. Auch Freizeítangebote, wie ein Familienurlaub, mit Gleichgesinnten, kann durchaus hilfreich sein. Ein Austausch kann sehr hilfreich sein, denn Hochbegabung ist nur Freude, vor allem dann, wenn man sich um eine gezielte Förderung des Kindes bemühen möchte.

Autor ist Lisa Maier

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