Gran Canaria im Winter
Obwohl Reisebüros das ganze Jahr über Sonne versprechen, sollte man dennoch wissen, dass damit vor allem der Süden Gran Canarias gemeint ist. Hier finden sich traumhaft schöne Strände und das ganze Jahr über sonniges Badewetter. Im Norden kann es dagegen im Winter auch zeitweise regnen. Das liegt an den Passatwinden, die die Insel vom Norden her ansteuern. Deshalb ist die Vegetation hier auch viel grüner und fruchtbarer. Neben intensiver Plantagenlandwirtschaft, gedeihen auf Terrassen Gemüse und Kartoffeln. In den Schluchten haben sich noch Reste der ursprünglichen Lorbeerwaldvegetation gehalten. Der Norden war immer schon das am dichtesten besiedelte Gebiet, mit kleinen Dörfern, aber auch großen Städten. Hier befinden sich auch die größten Stadt der Kanaren, Las Palmas und die durch Zuckerrohr- und Bananenanbau reich gewordene Stadt Arucas. Obwohl jedes Jahr mehr als drei Millionen Touristen auf die Insel strömen, ist der größte Teil Gran Canarias nahezu touristenfrei. Das liegt daran, dass Reiseunternehmen fast ausschließlich Unterkünfte im Süden und Südwesten an bieten. Ein Ferienhaus Gran Canaria ist aber von einem privaten Anbieter leicht zu finden – vor allem außerhalb der Hauptsaison. Las Palmas ist der Verwaltungssitz der kanarischen Inseln und zugleich die größte Stadt sowohl Gran Canarias als auch der Kanarischen Inseln. Von hier aus verkehren mehrmals wöchentlich Fähren auf die Geschwisterinseln. Eine Überfahrt auf die Insel Lanzarote dauert jedoch mehrere Stunden, weshalb man auf jeden Fall wenigstens zwei Tage für einen Ausflug einplanen sollte. Allerdings verfügt die Insel über genügend Unterkünfte, so dass man beispielsweise eine Ferienwohnung auf Lanzarote ohne großen Aufhebens finden kann. Einen Ausflug ist die Insel allemal wert.
Autor ist Andreas Mettler