Gesund mit Noni und Rotklee
Die vielen überzüchteten und z.T. genmanipulierten landwirtschaftlichen Produkte, die es inzwischen weltweit zu kaufen gibt, sind zwar optisch wunderschön anzusehen – da sehen Tomaten richtig rot und makellos aus und selbst die Wassermelone hat keine Kerne mehr – aber der Vitaminanteil ist umstritten. Denn diese zwar schönen, aber nicht wirklich natürlich gewachsenen Obst- und Gemüsesorten sind nicht mehr genauso vitaminträchtig, wie ihre zwar weniger schönen, aber dafür umso gesünderen Vorgänge oder Konkurrenten. Daher hat sich neben dem Bio- und Öko-Boom auch der Trend zu Nahrungsmittel-Ergänzungsprodukten breit gemacht. So versucht der gesundheitsbewusste Käufer, seinem Körper durch Vitamintabletten und spezielle Säfte und Kapseln die fehlenden Vitamine und Nährstoffe zuzuführen. Noni als Fruchtsaft ist hier genauso beliebt wie Rotklee-Tabletten und Algen-Kapseln. Besonders Sportler, die einen erhöhten Vitamin- und Energiebedarf haben, greifen gerne auf diese Mittel zurück, da sie auf Naturprodukten basieren, d.h. keine Nebenwirkungen zu erwarten sind und die Leistungsfähigkeit steigern. Genauso gefragt sind Ginkgo-Produkte oder Produkte auf Basis von Aloe Vera. Gerade Aloe Vera hat im letzten Jahrzehnt einen regelrechten Aufschwung erlebt. Aloe Vera wurde und wird in jeder Form und nahezu für alles angeboten. Als Creme gegen Falten und bei Verletzungen, als Salbe für Augen, Mund und alle anderen geschädigten Körperteile und als Saft bei allen erdenklichen Beschwerden. Es fällt wirklich schwer zu glauben, dass eine Pflanze für nahezu alle Beschwerden die Lösung sein soll und dass dies nicht bereits viel früher bemerkt wurde. Natürlich schossen auch plötzlich viele Aloe Vera-Vertreiber aus dem Boden, von denen jeder behauptete, DAS richtige Rezept und Produkt zu haben. Etwas dubios wirken diese Vertreiber, da sie oft nicht über den Einzelhandel gehen, sondern mit einem „Verkauf an deine Freunde und Verwandte und die wieder an Freunde und Verwandte“-Verfahren funktionieren, auf das die meisten von uns seit dem Boom von Versicherungsvertretern, die Freunde warben, recht allergisch reagieren.
Autor ist Nicola Lavacca