Die Etablierung des Mountainbikes
Die Erfindung des Mountainbikes geht in die 1970er Jahre zurück. Angefangen mit dem Versuch ein geländetaugliches, stabiles Fahrrad zu bauen, ergaben sich abenteuerliche Rahmen- und Gabelkonstruktionen, die heute allenfalls belächelt werden würden wie bspw. Flickwerk bestehend aus Motorrad- und Fahrradteilen.
Heute allerdings sind Mountainbikes wahre High-Tech Produkte, deren Entwicklung zahlreiche innovative Patente hervorgebracht hat. So haben die Modelle der heutigen Hersteller mit den Pendants aus der Pionierzeit nur noch wenig gemein. Sie besitzen wie Motorräder Federbeine und -gabeln, Scheibenbremsen sowie komplizierte Gangschaltungen. Doch ihr Hauptzweck ist stets derselbe geblieben: Möglichst schnell auf Berge herauf und von ihnen herunter zu gelangen. Zusätzlich haben sich für Mountainbikes noch weitere Betätigungsfelder entwickelt. So versuchen Sportler auf ihren hierfür speziell konzipierten Sportgeräten möglichst spektakuläre Sprünge zu vollbringen oder nutzen urbane Hindernisse für Kunststücke.
Folglich haben sich orientiert an den spezifischen Anforderungen des vom Fahrer bevorzugten Geländes und Fahrstils verschiedene Disziplinen des Mountainbike Sports und an diese speziell angepasste Sportgeräte entwickelt.Der damals noch undenkbare Weltcup Circus beherbergt heute viele verschiedene Disziplinen wie Cross Country Racing, Downhill, Hill Climb, Bikercross, Dual Slalom und Stage Race. Darüber hinaus existieren weitere Disziplinen wie Freeride, Marathon, Trial und Dirtjump.
Mittlerweile ist Mountainbiking sogar Olympische Sportart und verhilft dem Sport so zu steigender Bekanntheit und Popularität durch gesteigerte mediale Präsenz. Hierzulande trug im Speziellen Sabine Spitz besonders dazu bei, indem sie bei den zurückliegenden Olympischen Sommerspielen in Peking 2008 die Goldmedaille für Deutschland errang.
Vielleicht schafft es der hiesige Mountainbike Sport sogar in absehbarer Zeit, dem durch die Doping Sünden der letzten Zeit in Verruf geratenen Rennradsport in Deutschland den Rang abzulaufen.
Autor ist Jochen Winter