Endlich wieder auf den Rummel gehen können
Sommerzeit ist auch die Zeit, in der endlich wieder der Rummel in der Stadt ist. Die Kirchweih, wie sie auch genannt wird, die Kirmes, der Jahrmarkt oder auch das Volksfest. Es ist alles das gleiche. Karussells, Losbuden, Schießbuden, Essensstände – auf all das freut man sich schon das ganze Jahr. Und endlich ist es wieder soweit – wenn auch nur für ein paar Tage, aber die werden dann umso mehr genossen. Heutzutage sind diese Veranstaltungen mit den von früher nicht mehr zu vergleichen. Damals waren Volksfeste noch das, wonach sie auch benannt wurden, ein Fest fürs Volk. Und immer dabei die Weihe der Kirche, deswegen ja auch der Ausdruck Kirchweih. Da wurde vormittags in die Kirche gegangen und nachmittags wurde der Rummel besucht. Mit Zirkus, mit Getränke- und Essständen und mit einem Kinderkarussell. Heute ist das alles viel anonymer geworden. Die Feste werden immer größer, die Menschen kommen von weit her, um daran teilzunehmen. Was früher noch familiär war, ist heute längst zu einem Massenunternehmen geworden. Die Schausteller müssen sehen, wo sie bleiben, ist das Wetter schlecht, verdienen sie nichts und viele melde Konkurs an. Das Schaustellerleben ist ziemlich hart geworden. Davon sollte man sich als Besucher aber nicht die Laune verderben lassen. Schließlich kommt die Kirchweih nur einmal im Jahr und da heißt es, genießen. Als Kind geht man natürlich besonders gern dorthin, vor allem mit Oma im Schlepptau, die kauft einem alles. Die süßen Sachen haben es den Kids besonders angetan. Das Softeis, Luftballon, Mandeln, Geleebananen oder Marzipankartoffeln. Die Zuckerwatte nicht zu vergessen und natürlich der Liebesapfel. Und zum Schluss eine Fahrt mit der Oma im Riesenrad – so könnte es jeden Tag sein.
Autor ist Nicola LavaccaTags: Rummel