Die Werbung finanziert die Free SMS
Wie bei vielen Dingen im Internet haben auch Dienstleister, die eine Leistung kostenlos anbieten, natürlich ganz klar einige wesentliche Vorteile, aber es bleiben wohl auch immer einige Nachteile übrig. Die Frage, die sich hier stellt, ist wohl, ob man bereit ist, diese Nachteile in Kauf zu nehmen. Blicken wir einmal „hinter die Kulissen“ einer Webseite, von der aus man kostenlose SMS versenden kann. Natürlich wird mit der Pflege einer solchen Plattform nicht nur eine einzige Person beschäftigt sein, zudem werden diese Personen sicherlich nicht aus Lust an der Arbeit und aus wohltätigen Zwecken ihre Zeit in die Pflege der Webseite investieren. Somit dürften wohl in relativ hohem Maße Personal- bzw. Lohnkosten anfallen. Diese Kosten müssen natürlich vom Betreiber getragen werden. Wie allerdings wird dies praktiziert? Wie kann er – trotz der genannten Kosten – Free SMS versenden lassen? Diese Fragen wird sich vermutlich kein Nutzer des Services stellen, er wird lediglich froh über das Angebot sein, welches er hier kostenlos nutzen kann. Die Kosten schlüsseln sich in der Regel so auf, dass zwar sicherlich kostenlose SMS versendet werden können, aber auch weitere Optionen zur Verfügung stehen, die dann nicht mehr kostenfrei sind. So können Free SMS generell nur mit einer gewissen Anzahl an Zeichen versendet werden. Ferner können keine MMS oder sogar Videosequenzen verschickt werden. Auch gibt es nur eine bestimmt Anzahl an SMS, die am Tag verschickt werden können. Dies allein wird allerdings nicht ausreichen, um genügen Geld für die Bezahlung der Mitarbeiter zu verdienen. Die Haupteinnahmequelle sind Werbeeinnahmen. Durch Banner und Werbeeinspielungen, die nur dann vom Bildschirm verschwinden, wenn sie angeklickt werden, wird der Betreiber genügen Einnahmen haben, um seine eigenen Kosten zu decken.
Autor ist Thora Meißner