Die Geschichte des Kachelofens
Kachelöfen existieren bereits seit über 600 Jahren, nämlich seit dem 14. Jahrhundert. In seiner ursprünglichen Form handelt es sich bei einem Kachelofen um einen aus Schamottesteinen gesetzten Zimmerofen, der mit Kacheln vekleidet ist. Beheizt wurde er mit Briketts oder Holz. Die in die Häuser eingebauten Backöfen oder Herdfeuerungen sind als Vorgänger des Kachelofens anzusehen. Der Ofenkörper wölbte sich in die mittelalterliche Stube, wodurch der Effekt des beheizbaren Raumes erreicht wurde. Die Beheizungsseite verblieb dabei zum Kochen und Backen in der Küche. Die Ofenoberfläche bestand meist aus Lehm und Kalk, hinzugefügt wurden aus Zweckmäßigkeit getöpferte Schüsseln und Becher. In der Folgezeit entdeckte man die gute Wärmeübertragung durch keramische Bauteile, wodurch es zu einer Entwicklung von Kachelbauteilen kam, die aneinander gesetzt wurden. Es entwickelte sich eine große Anzahl von verschiedenen Ofentypen. Hieraus entstand dann letztlich auch der Name Kachelofen und der Beruf des Ofensetzers.
Autor ist Bernd Reimann