Der Zerfall der deutschen Rechtschreibung
Durch die rasante Entwicklung der Medienlandschaft, der technischen Revolution und die interkulturelle Vernetzung kommt es zu einem unerfreulichen Nebeneffekt. Das Wissen um die Regeln der deutschen Rechtsschreibung verkümmert zusehends, die Folgen sind hierbei am heutigen Tage kaum abzuschätzen.
Gerade im Bereich der Kinder und Jugendlichen haben technische Raffinessen wie Computer, Gameboy, Spielekonsole und Fernseher das klassische geschriebene Wort verdrängt. Entsprechend entwickelt sich gerade auch hier die Sprache fortwehrend weiter und altertümliche Regeln in Sachen Rechtschreibung sind kaum noch bekannt.
Während zum Beispiel die Kommasetzung in der deutschen Sprache strengen Regeln unterworfen ist, veranlasst die Unkenntnis hierüber inzwischen viele dazu, diese einfach zu ignorieren und das gute alte Komma einfach weg zu lassen. Stattdessen werden neue Wortkreationen ins Leben gerufen, auf gängige Fremdwörter verzichtet (was wiederum wohl auch oft an der Unkenntnis deren Bedeutung und der mangelnden Kenntnis über deren Schreibweise begründet ist). Dass hier die Lösung die Übung der Rechtschreibung heißen könnte, dürfte jedem auf den ersten Blick klar sein.
Jedoch sollte die sprachliche Bildung bereits zu einem viel früheren Zeitpunkt beginnen, hier ist auch jeder Elternteil gefordert. Durch das frühe Heranführen der Kinder an geschriebene Medien (Buch, Zeitschriften etc.) kann bereits in kindlicher Frühentwicklung auf eine Begeisterung für die Sprache und das geschriebene Wort hingewirkt werden.
Es liegt also insbesondere an jedem selbst, der Generation von morgen ausreichend Kenntnisse und Begeisterung für die eigenen Sprache zu vermitteln. Das alleinige Abwälzen der Verantwortung auf die Bildungseinrichtungen wie Schule (und Kindergarten) reicht hier bei weitem nicht aus.
Autor ist Larry Münzemay