Der Baukredit fürs Eigenheim

Wer aufgrund seines Einkommens von seiner Bank die Unterstützung zugesagt bekommt, mit ihr ein Eigenheim zu finanzieren, wird mit dieser eine auf die jeweiligen persönlichen und wirtschaftlichen Verhältnisse abgestimmte Baufinanzierung abschließen.
Vorab muss aber geklärt werden, ob eine gebrauchte Immobilie erworben werden soll oder ob der Kreditnehmer selbst zum Bauherren wird, in dem er ein Eigenheim selber baut. In dieser Situation ist er zwingend auf einen Baukredit angewiesen.
So ein Baukredit zeichnet sich in der Regel dadurch aus, dass die Banken die gesamte Darlehenssumme erst nach und nach ausschütten. Immer dann, wenn der Bauunternehmer einen Bauabschnitt beendet hat, wird er dem Bauherren eine Rechnung zukommen lassen mit der Bitte um Begleichung. Die Bank wird diese Summe dann bis zur maximalen Darlehenshöhe schrittweise auszahlen.

Ein Baukredit ist im Grunde nur der Oberbegriff eines für die Finanzierung einer Immobilie benötigten Darlehens. Es besteht zumeist aus einem Annuitätendarlehen und wird zur Absicherung der Bank im jeweiligen Grundbuch eingetragen.
Wenn ein Bauherr die Planungen für den Bau einer Immobilie in Angriff genommen hat, aber noch keinen Zeitpunkt für den Baubeginn festgelegt hat, kann er sich die günstigen Zinsen für einen Baukredit als Forward-Darlehen sichern. Diese Zinssicherung ist bis zu drei Jahre möglich und kostet dem Kreditnehmer einen Zinsaufschlag von ca. 0,75 %. Solche Forward-Darlehen bieten sich im übrigen auch dann an, wenn in absehbarer Zeit eine Anschlussfinanzierung fällig wird.
Allerdings sollte man die Zeitspanne von drei Jahren nicht generell ausnutzen. Denn für den Fall, dass die Zinsen weiter sinken, gilt trotzdem der für den Baukredit vereinbarte Zinssatz.

Autor ist Lukas Ritzer

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