Das Streben nach Glück
Jeder kennt dieses amerikanische Filmdrama, das zum Schluss doch noch ein gutes Ende findet. Der amerikanische Traum – vom Tellerwäscher zum Millionär – lebt hier wieder auf. Ein verarmter gescheiterter Geschäftsmann schafft es bis an die Wall Street nur aufgrund seines Durchhaltevermögens und seinem Talent. Für viele mag das wie ein Märchen klingen, eine amerikanische Filmproduktion eben.
Die Wirklichkeit sieht leider meist anders aus. Jugendliche und Kinder aus finanziell schlechten Verhältnissen haben wenig Perspektive irgendwann einmal an der größten Börse der Welt zu landen. Oft schaffen sie nicht einmal den Schulabschluss. Es fehlt an Schulbedarf, Kleidung und Nahrungsmitteln, die für eine gesunde geistige und körperliche Entwicklung notwendig sind. Viele Eltern sind auf Spenden angewiesen, wenn es um die nötigen Schulutensilien für die Einschulung geht. Ranzen, Bücher und die Schultüte, die einfach dazugehört, übersteigen das Budget. Diese Situation belastet Eltern und Kinder enorm, man schämt sich, seinem Kind nicht das ermöglichen zu können, was es sich wünscht. Das Gefühl, minderwertig zu sein, macht schwach und oftmals auch krank.
Die Kinder spüren diese Hilflosigkeit und übernehmen oftmals Aufgaben, die nicht ihrem Alter entsprechen. Meist sind sie sich selbst überlassen, kümmern sich um jüngere Geschwister oder übernehmen sonstige Aufgaben im Haushalt. Die Schule kommt dabei oft zu kurz. Schlechte Noten und Probleme mit Mitschülern sind die Folge.
In vielen Städten und Gemeinden haben sich Initiativen gebildet, um Kindern und Jugendlichen wieder mehr Freude am Leben zu geben. Nach langem Warten auf eine staatliche Reaktion auf die Missstände hat man das ganze selbst in die Hand genommen. So entstanden Kinder- und Jugendtreffs, Kindertafeln, die für ein tägliches warmes Essen sorgen und andere Betreuungsreinrichtungen. Es wird gebastelt, gekocht, gebacken und natürlich gespielt. Die Düsseldorfer Euroweb Stiftung setzt sich für eine bessere Berufsperspektive für Jugendliche ein. Die Internetagentur hat die Stiftung ins Leben gerufen, sammelt Spenden und veranstaltet Workshops.
Autor ist Max Neugebauer