Campen – eine noch recht junge Urlaubsart
Campen ist etwas, was viele Deutsche heute sehr gerne tun in ihrem Urlaub. Geht man zurück zu den Anfängen des Campen, so geht man noch nicht einmal 100 Jahre zurück, denn es war erst in den 1920er Jahren als das Campen „in“ wurde. Es war die einfache Arbeiterklasse, die dabei das Campen für sich entdeckte. Für teure Kuren fehlte dieser Gesellschaftsschicht nämlich einfach das Geld. Durch den 2. Weltkrieg wurde die gerade aufkeimende Campingbewegung ausgebremst, aber in den 1950er Jahren gleich wieder aufgenommen. Dabei war es so, dass anders als vor dem 2. Weltkrieg sich noch mehr Menschen für diese Art von Urlaub interessierten.
Nach dem 2. Weltkrieg änderte sich auch ganz entscheidend die Camping Ausrüstung. Bestand diese zu Beginn lediglich aus Zelt, Töpfen und Essgeschirr, Besteck und Schlafsack, so wurde im Bezug auf die Camping Ausrüstung nach dem 2. Weltkrieg regelrecht aufgerüstet, wobei der erste Wohnwagen bereits 1931 über deutsche Straßen rollte. Es gab zur Zeit des Wirtschaftswunders, wo sich letztlich die breite Masse wieder einen Urlaub leisten konnte, begann sich auch die Industrie aufs Camping zu spezialisieren und stellte spezielle Camping Ausrüstung her. In diesem Zuge entstanden auch die ersten PKWs mit Bordtoilette. Camping wurde so durch diese technische Neuerungen komfortabler.
Wie eine Statistik für das Jahr 2007 belegt, gab es auf deutschen Campingplätzen in diesem Jahr rund 5,8 Millionen Menschen, die dem Camping frönten. Dies entspricht 21,8 Millionen Übernachtungen. Dabei war gegenüber den Jahren 2001 und auch 2006 eine leicht ansteigende Tendenz zu verzeichnen. Im Ausland wurden 3,3 Millionen Übernachtungen erfasst. Außer bei den Deutschen hoch im Kurs steht Campen auch bei den Niederländern.
Autor ist Nicola LavaccaTags: Campen, Camping Ausrüstüng