Als Wasserbetten in die Privathäuser Einzug hielten

Es ist nun mehr als 1000 Jahre her, als die wasserbettmatratze ihren ersten praktischen Einsatz fand. Es sind auch heute noch die Wüstennomaden, die wassermatratze auch heute noch nutzen. Es handelt sich hierbei um mit Wasser gefüllte und zusammen genähte Ziegenhäute, die auf Kamelen transportiert durch die Sonne Afrikas aufgeheizt werden und dann als mollig warmes Lager für die Nacht dienen. Die wasserbettmatratze wurde in Europa ab der Mitte des 19.Jahrhunderts bekannt. Zunächst allerdings erst im Medizinbereich, und zwar als hydrostatisches Bett, also als Krankenbett für Verbrennungsopfer.

In den privaten Anwendungsbereich drangen die wasserbett matratze schließlich durch den Science-Fiction-Roman „Ein Doppelleben im Kosmos“ von Robert A. Heinlein vor. An der Beschreibung eines derartigen Wasserbettes scheiterte letztlich aber auch eine Patenanmeldung durch Charles Hall im Jahr 1986, denn das Wasserbett, bzw. die wassermatratze waren durch Erscheinen des Romans bereits ein Teil des technischen Stands der Technik und der breiten Öffentlichkeit damit bekannt. Pech also für die Hersteller von Wasserbetten, bzw. wasserbettmatratze könnte man sagen. Gesellschaftsfähig wurde das Wasserbett allerdings erst durch eine Idee einiger Design-Studenten aus San Francisco. Sie entwickelten eine Wasserliege, die ihnen einen Eintrag im großen „Brockhaus“ bescherte. Das war bereits in den 1970er Jahren. Ab ca. 1990 waren Wasserbetten dann auch in Deutschland sehr weit verbreitet.

In heutiger Zeit schwärmen Ärzte und auch Verbraucher geradezu von den positiven Eigenschaften einer wasserbettmatratze. Krankheitsbilder, wie Kreuzschmerzen in Folge von Bandscheibenverschleiß, oder Verschleiß der Kreuzdarmgelenke, bzw. Fehlstatik der Wirbelsäule, aber auch aufgrund von muskulären Verspannungen ist vielfach dokumentiert. Die wasserbett matratze gibt es heute in verschiedenen Varianten: Softside (eine Wassermatratze mit Wasserkern, einbaubar in jedes Bett, aber auch freistehend komplett erhältlich) oder Hardside (Wasserkern, der ringsum durch einen stabilen Möbelrahmen gehalten wird). Darüber hinaus gibt es ach eine Variante mit einem Wasserkern mit Ausgleichstank, ausgelegt für unterschiedliche Benutzer-Gewichte.

Autor ist Tanja Wille

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